CADUS e.V. ist eine gemeinnützige, unabhängige Hilfsorganisation aus Berlin. Sie leistet schnelle, bedarfsorientierte Nothilfe in Kriegs-, Krisen- und Katastrophengebieten und unterstützt den Aufbau langfristiger lokaler Strukturen. Seit Februar 2024 ist CADUS im Gaza-Streifen aktiv – als Emergency Medical Team der WHO und als erstes Team aus Deutschland vor Ort. Der Schwerpunkt liegt auf lebensrettender medizinischer Nothilfe, mobilen Einsätzen und medizinischen Evakuierungen.
Die verheerenden Folgen des Krieges haben im Gaza-Streifen eine beispiellose humanitäre Krise hinterlassen. Das Gesundheitssystem ist kollabiert, medizinische Einrichtungen sind weitgehend zerstört und die verbleibende Versorgung ist extrem fragil. Große Teile Gazas sind zerstört oder nur eingeschränkt zugänglich, viele Menschen leben unter volatilen Bedingungen ohne sicheren Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, Strom, Hygiene oder Gesundheitsversorgung.
Besonders kritisch ist die Lage für Kinder. Sie gehören zu den vulnerabelsten Gruppen und leiden massiv unter den Folgen des Konflikts. Minderjährige machen über 40 % der von CADUS behandelten Patient*innen aus. Viele Verletzte und schwer erkrankte Menschen benötigen Behandlungen, die innerhalb Gazas nur noch eingeschränkt oder gar nicht möglich sind. Gleichzeitig bleiben medizinische Evakuierungen hochkomplex und abhängig von Sicherheitslage, Grenzöffnungen und internationalen Abstimmungen.
CADUS kann den enormen Bedarf nicht allein auffangen. Dennoch leistet die Organisation in ihrer spezialisierten Rolle wichtige Hilfe: durch medizinische Notfallversorgung, mobile Einsätze, Evakuierungen und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innen sowie internationalen Teams. Ziel ist es, lebensbedrohliche Zustände zu stabilisieren, Leid zu lindern und die überlasteten medizinischen Strukturen in Gaza wirksam zu unterstützen.
Weitere Infos: https://www.cadus.org/
Wirkung:
- Medizinische Notfallversorgung für vom Konflikt betroffene Patient*innen im Gaza-Streifen
- Medizinische Evakuierungen schwer verletzter oder erkrankter Menschen
- Versorgung von Kindern und minderjährigen Patient*innen mit besonders kritischem medizinischem Bedarf
- Mobile Einsätze zur Verbesserung des Zugangs zu dringend benötigter Behandlung
- Unterstützung und Entlastung der verbliebenen medizinischen Strukturen vor Ort
- Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innen sowie internationalen medizinischen Teams
